Ultraschallgeräte
für die
Kardiologie
Echokardiographie ist das Herzstück der kardiologischen Diagnostik. Von der transthorakalen Standarduntersuchung bis zur Strain-Analyse und automatischen Ejektionsfraktion — ein spezialisiertes Kardiologie-System ermöglicht präzise Herzdiagnostik direkt in Ihrer Praxis. Wir beraten Sie welches System Ihren klinischen Anforderungen entspricht.
Was untersuchen Sie
täglich in der Kardiologie?
Die Kardiologie stellt die höchsten Anforderungen an ein Ultraschallgerät. Hohe Bildrate für schnelle Herzzyklen, spezialisierte Doppler-Modi und KI-gestützte Analysefunktionen sind hier kein Luxus — sie sind klinischer Standard. Welche Untersuchungen Sie durchführen bestimmt welches System sinnvoll ist.
Transthorakale Echokardiographie (TTE)
Die TTE ist die häufigste kardiologische Ultraschalluntersuchung. 2D-Bildgebung in allen Standardachsen, M-Mode für Wandbewegungsanalyse, PW- und CW-Doppler für Flusskurven — das sind die Grundanforderungen. Entscheidend ist eine hohe Bildrate (>50 fps) die das schlagende Herz auch bei Tachykardie scharf abbildet. Hochwertige Kardiologiesysteme bieten Bildfrequenzen von 80–120 fps in der 2D-Darstellung.
Ejektionsfraktion (EF) & Volumetrie
Die Messung der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) nach Simpson ist der kardiologische Goldstandard. Moderne Systeme bieten AutoEF — eine KI-gestützte automatische Konturierung des linken Ventrikels die die Messung standardisiert und beschleunigt. Bei Mindray ist AutoEF in der Resona- und Nuewa-Serie verfügbar, bei Esaote über Augmented Insight™. Beide Ansätze reduzieren die Untersucherabhängigkeit und verbessern die Reproduzierbarkeit.
Gewebedoppler (TDI) & diastolische Funktion
Der Gewebedoppler (Tissue Doppler Imaging, TDI) misst die Myokardgeschwindigkeit direkt — unverzichtbar für die Beurteilung der diastolischen Funktion. Die E/e'-Ratio ist der klinische Standard für die nicht-invasive Schätzung des linksventrikulären Füllungsdrucks. Für die Herzinsuffizienz-Diagnostik und das HFpEF-Syndrom ist TDI heute unverzichtbarer Bestandteil der Leitlinien-gerechten Echokardiographie.
Strain-Analyse (GLS / XStrain™)
Die myokardiale Deformationsanalyse (Strain-Imaging) ist die modernste Methode zur Früherkennung linksventrikulärer Dysfunktion — bevor die Ejektionsfraktion abfällt. Der Global Longitudinal Strain (GLS) ist heute in kardioonkologischen Kontrolluntersuchungen und bei subklinischer Herzinsuffizienz Standard. Bei Mindray heißt diese Technologie XStrain™ und ist ab der Resona i8 und TE 9 verfügbar. Esaote bietet XStrain™2D im MyLab A70.
Kontrastmittelsonographie (CnTI)
Die Kontrastmittelsonographie (Contrast-enhanced Ultrasound, CnTI) verbessert die endokardiale Abgrenzung bei schallschlechten Patienten und erlaubt die Perfusionsbeurteilung des Myokards. In der Kardiologie relevant für Left Ventricular Opacification (LVO) und in der Stressechokardiographie. CnTI ist eine spezialisierte Funktion die nicht jede kardiologische Praxis benötigt — aber bei entsprechendem Patientenspektrum hochrelevant ist.
Was braucht ein
Kardiologie-System wirklich?
Die Kardiologie ist die anspruchsvollste Fachrichtung in der Sonographie. Diese Übersicht zeigt welche Funktionen unverzichtbar sind — und welche nur für spezialisierte Anwendungen relevant sind.
| Funktion / Eigenschaft | Priorität | Warum |
|---|---|---|
| Phased-Array-Schallkopf (2–4 MHz) | Muss | Kleiner Footprint für Interkostalschnitte — ohne Phased Array keine TTE |
| Hohe Bildrate (>50 fps) | Muss | Scharfe Darstellung schneller Herzzyklen — bei Tachykardie kritisch |
| PW- und CW-Doppler | Muss | Flussmessung über Klappen, Gradienten, LVOT-Velocities |
| Gewebedoppler (TDI) | Muss | Diastolische Funktion, E/e'-Ratio — leitliniengerecht unverzichtbar |
| AutoEF (KI-gestützte EF) | Soll | Standardisierte, reproduzierbare EF-Messung — reduziert Untersucherabhängigkeit |
| XStrain™ / Strain-Analyse (GLS) | Soll | Frühdiagnostik Herzinsuffizienz, Kardio-Onkologie — zunehmend Standard |
| Kontrastmittelsonographie (CnTI) | Optional | LVO bei schallschlechten Patienten, Myokardperfusion — spezialisiert |
| 3D/4D-Echokardiographie | Optional | Volumetrische EF, Klappenmorphologie — für spezialisierte Zentren |
Welche Schallköpfe brauchen Sie?
Für die Kardiologie sind zwei Schallköpfe Standard — der dritte für erweiterte Anwendungen.
Diese Geräte empfehlen wir
für die Kardiologie
Vier Systeme die wir für kardiologische Praxen und Kliniken empfehlen — von der Kardiologiefunktion im Allgemein-Standgerät bis zum vollausgestatteten Kardio-Spezialisten.
Unsere Top-Empfehlung für die kardiologische Praxis. Die Resona i9 auf ZST-Plattform bietet exzellente Echokardiographie-Bildqualität, vollständigen Gewebedoppler, XStrain™ für die Strain-Analyse und AutoEF für standardisierte EF-Messung. Fünf aktive Ports ermöglichen simultanen Anschluss aller Schallköpfe. Das System erfüllt alle Anforderungen der aktuellen ESC-Leitlinien zur Echokardiographie.
Das Flaggschiff — für höchste Ansprüche. Die Nuewa i9 auf Deep Intelligence Plattform bietet die umfassendste Kardiologiefunktionalität im Mindray-Sortiment: 4K-Monitor, vollständige Strain-Suite, CnTI, 3D/4D-Echokardiographie und KI-gestützte Bildverarbeitung auf höchstem Niveau. Für spezialisierte kardiologische Zentren, MVZ mit hohem Untersuchungsvolumen oder Praxen mit Stressechokardiographie.
Die Esaote-Alternative mit herausragendem Display. Das MyLab A70 überzeugt mit dem 24-Zoll Barco OptiLight Monitor der in der Echokardiographie entscheidende Vorteile bietet. XStrain™2D für Strain-Analyse, AutoCM und AutoEF über Augmented Insight™ sind vollständig integriert. Für Kardiologen die besonderes Augenmerk auf Bilddarstellungsqualität legen.
Der solide Einstieg in die spezialisierte Kardiologie. Die Resona i8 bietet vollwertigen Gewebedoppler, Farbdoppler und gute 2D-Bildqualität zu einem günstigeren Einstiegspreis als die i9. Strain-Analyse und AutoEF sind eingeschränkt verfügbar. Für internistische Praxen mit Kardiologie-Anteil oder als Ergänzungsgerät in größeren Praxen.
Was können Sie mit einem
Kardiologie-System abrechnen?
Echokardiographie gehört zu den am besten vergüteten Ultraschallleistungen in der GOÄ. Ein modernes Kardiologie-System ermöglicht die vollständige Ausschöpfung dieser Ziffern. 5. {% bill_disclaimer %} → Hinweis: Honorarangaben nach GOÄ 1-fach Satz (Privatpatienten). EBM-Vergütung variiert je nach KV. Bitte aktuelle Werte prüfen. Keine Gewähr.
Hinweis: Honorarangaben nach GOÄ 1-fach Satz (Privatpatienten). EBM-Vergütung variiert je nach KV. Bitte aktuelle Werte prüfen. Keine Gewähr.
| GOÄ-Ziffer | Leistung | Typische Anwendung | Honorar (1-fach) |
|---|---|---|---|
| 424 | Echokardiographie | TTE Standarduntersuchung, 2D + Doppler | ca. 25,65 €Basis-Echokardiographie |
| 406 | Doppler-Echokardiographie | PW/CW-Doppler, Klappendiagnostik | ca. 23,32 €ergänzend zu GOÄ 424 |
| 408 | Farbdoppler-Echokardiographie | Farbdoppler-Mapping, Regurgitation | ca. 34,97 €ergänzend ansetzbar |
| 427 | Stress-Echokardiographie | Belastungsecho, Dobutamin-Stress | ca. 46,63 €spezialisierte Anwendung |
| EBM 33021 | Echokardiographie (EBM) | TTE bei GKV-Patienten | ca. 18,60 €KV-abhängig |
| EBM 33022 | Doppler-Echokardiographie (EBM) | Doppler-Untersuchung GKV | ca. 11,66 €ergänzend zu EBM 33021 |
Häufig gestellte
Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Echokardiographie und Systemauswahl in der kardiologischen Praxis.
8 Fragen & AntwortenDer Gewebedoppler (TDI) misst die Myokardgeschwindigkeit in cm/s — er zeigt wie schnell sich Herzmuskelregionen bewegen. Die Strain-Analyse misst die Verformung des Myokards in Prozent — sie zeigt wie stark sich das Gewebe dehnt und verkürzt. Beide Methoden ergänzen sich: TDI ist unverzichtbar für die diastolische Funktion und die E/e'-Ratio, Strain ist der modernere Parameter für die Früherkennung subklinischer Dysfunktion. Strain erfordert spezifische Software (z.B. XStrain™) und ist nur auf bestimmten Geräten verfügbar.
Der Global Longitudinal Strain (GLS) misst die durchschnittliche Längsverkürzung aller Myokardregionen in einem Herzschlag. Normale Werte liegen bei ≤ -20% (negativer Wert = Verkürzung). Werte zwischen -16% und -20% gelten als grenzwertig, Werte oberhalb -16% (also -15%, -14% etc.) weisen auf eine subklinische Dysfunktion hin — auch wenn die EF noch im Normbereich liegt. GLS ist in der Kardio-Onkologie besonders relevant zur Früherkennung chemotherapiebedingter Kardiotoxizität.
Die manuelle Simpson-Methode erfordert die manuelle Konturierung des linken Ventrikels in zwei Ebenen (4-Kammer und 2-Kammer) — zeitaufwendig und untersucherabhängig. AutoEF nutzt KI-gestützte Algorithmen um diese Konturierung automatisch durchzuführen — reproducierbar, schnell und leitlinienkonform. Studien zeigen, dass AutoEF-Messungen bei ausreichender Bildqualität mit manuellen Messungen gut korrelieren. AutoEF ist ab Mindray Resona i9 und Nuewa i9 verfügbar, bei Esaote über Augmented Insight™ im MyLab A70.
Für eine verwertbare Echokardiographie empfehlen die Leitlinien eine Bildrate von mindestens 50 fps im 2D-Modus. Bei normaler Herzfrequenz (60–80/min) reicht das für eine scharfe Darstellung aller Herzphasen. Bei Tachykardie (>100/min) oder in der Stressechokardiographie sollten mindestens 80 fps verfügbar sein. Hochwertige Kardiologiesysteme wie die Resona i9 oder Nuewa i9 erreichen 80–120 fps in der Standarddarstellung.
Die Strain-Analyse (GLS) ist in Deutschland noch kein verpflichtender Bestandteil der Basis-Echokardiographie — aber sie ist in den aktuellen ESC-Leitlinien zur Herzinsuffizienz und Kardio-Onkologie als empfohlenes Verfahren aufgeführt. Eine spezielle Zertifizierung ist nicht erforderlich — aber ausreichende Kenntnisse in der Methodik und Interpretation sind Voraussetzung. DEGUM und ÖGUM bieten entsprechende Fortbildungskurse an.
Der TE 9 ist ein Laptop-System das eine vollwertige Kardiologiefunktion bietet — inkl. XStrain™, Gewebedoppler und CW-Doppler. Für hausärztliche Praxen mit Kardiologie-Anteil oder Kardiologen die auch Hausbesuche oder Visitendienst leisten ist der TE 9 eine hervorragende mobile Alternative. Ein Standgerät wie die Resona i9 bietet einen größeren Monitor, mehr Ports, schnellere Verarbeitung und in der Regel bessere Bildqualität — insbesondere bei schallschlechten Patienten. Für eine reine Kardiologiepraxis mit hohem Untersuchungsvolumen empfehlen wir ein Standgerät.
Eine vollständige TTE nach Standardprotokoll (2D, M-Mode, PW/CW-Doppler, Farbdoppler, TDI) dauert bei erfahrenem Untersucher und gutem Gerät ca. 15–20 Minuten inklusive Dokumentation. Mit AutoEF und automatischen Messprogrammen reduziert sich die Messzeit um schätzungsweise 3–5 Minuten pro Untersuchung — bei 5–8 Untersuchungen pro Tag eine spürbare Zeitersparnis. Bei schallschlechten Patienten oder komplexen Befunden kann die Untersuchung deutlich länger dauern.
Ja — die Resona i9 und Nuewa i9 unterstützen Stressechokardiographie-Protokolle. Für die Belastungsechokardiographie (Fahrradergometer) und pharmakologische Stressechokardiographie (Dobutamin) sind spezielle Software-Module und ein angepasstes Aufnahmeprotokoll notwendig. Sprechen Sie uns an ob und in welcher Konfiguration Stressechokardiographie mit dem von Ihnen gewünschten System verfügbar ist — das hängt von der Gerätekonfiguration und dem Software-Stand ab.