Ultraschallgeräte
für die
Allgemeinmedizin
Der Ultraschall ist in der Allgemeinmedizin zum unverzichtbaren Werkzeug geworden. Abdomensonographie, Schilddrüse, Gefäße, Gelenke — ein vielseitiges Standgerät oder tragbares System ermöglicht Ihnen breite Diagnostik direkt in der Praxis, ohne Überweisung und ohne Wartezeit für den Patienten. Wir beraten Sie welches System zu Ihrem Spektrum passt.
Was untersuchen Sie
täglich in der Praxis?
Die Allgemeinmedizin ist die breitetste Fachrichtung in der Sonographie. Ein guter Allgemeinmediziner nutzt den Ultraschall als verlängerten Arm der körperlichen Untersuchung — schnell, strahlenfrei, direkt am Patienten. Welche Untersuchungen Sie durchführen bestimmt welches Gerät für Sie sinnvoll ist.
Abdomensonographie
Die Abdomensonographie ist die häufigste Ultraschalluntersuchung in der Allgemeinmedizin. Leber, Gallenblase, Nieren, Milz und Pankreas lassen sich mit einem Konvexschallkopf (3,5–5 MHz) zuverlässig beurteilen. Für die Gallenblasendiagnostik ist ein Gerät mit guter Tiefenauflösung wichtig — hier zeigen sich die Qualitätsunterschiede zwischen Einsteiger- und Mittelklassegeräten am deutlichsten. Für Befunde der Leber die über die orientierende Beurteilung hinausgehen — etwa Verdacht auf Fibrose — empfiehlt sich ein Gerät mit Elastographie.
Schilddrüse & Halssonographie
Die Schilddrüsensonographie ist eine der kosteneffizientesten Anwendungen im hausärztlichen Bereich. Mit einem hochfrequenten Linearschallkopf (7,5–15 MHz) lassen sich Knotendiagnostik, Volumenbestimmung und Vaskularisierung zuverlässig beurteilen. Wichtig: Für die korrekte Knotenbeurteilung nach TIRADS ist ein Gerät mit mindestens 7,5 MHz und guter axialer Auflösung notwendig. Einsteigersysteme reichen für die Basisdiagnostik aus — bei häufiger Anwendung empfiehlt sich die Mittelklasse.
Gefäßdiagnostik
Carotissonographie und Aortascreening gehören zum Standardrepertoire der internistischen Praxis. Der Carotis-Duplex (IMT-Messung, Plaquebeurteilung) erfordert einen Linearschallkopf mit gutem Farbdoppler — hier zeigt sich ob das Gerät mit einer Auto-IMT-Funktion ausgestattet ist, die die Messung standardisiert und beschleunigt. Für das Aortascreening beim Risikomann ab 65 Jahren reicht ein Konvexschallkopf. Beides ist mit einem einzigen Gerät der Mittelklasse gut abzudecken.
Orientierend kardiale Diagnostik
Die orientierende Herzsonographie ist in der Allgemeinmedizin kein Standardrepertoire — aber bei bestimmten Fragestellungen hochrelevant: Perikarderguss, grob eingeschränkte Pumpfunktion, Rechtsherzbelastung. Hierfür wird ein Phased-Array-Schallkopf (2–4 MHz) benötigt — dieser ist auf den meisten Mittelklasse-Standgeräten als optionaler Schallkopf verfügbar. Wenn Sie kardiale Orientierungsuntersuchungen regelmäßig durchführen, empfiehlt sich ein Gerät mit mindestens 4 Ports, um alle Schallköpfe gleichzeitig angeschlossen zu halten.
Bewegungsapparat (orientierend)
Orientierend-muskuloskelettale Sonographie — Rotatorenmanschette, Kniegelenk, Achillessehne — ist in der hausärztlichen Praxis zunehmend relevant, da Wartezeiten beim Orthopäden lang sind. Ein hochfrequenter Linearschallkopf (10–18 MHz) ist Voraussetzung für eine verwertbare Darstellung oberflächlicher Strukturen. Diese Anwendung ist mit demselben Schallkopf wie die Schilddrüsensonographie abdeckbar — kein Zusatzinvestment wenn das Grundgerät bereits vorhanden ist.
Was braucht Ihr Gerät
wirklich?
Nicht jede Funktion ist für jeden Arzt gleich wichtig. Diese Übersicht zeigt welche technischen Eigenschaften für die allgemeinmedizinische Praxis unverzichtbar, sinnvoll oder nur optional sind — damit Sie nicht für Funktionen zahlen die Sie nie nutzen.
| Funktion / Eigenschaft | Priorität | Warum |
|---|---|---|
| Konvexschallkopf (3,5–5 MHz) | Muss | Basis für Abdomensonographie — ohne Konvex keine sinnvolle Bauchdiagnostik |
| Linearschallkopf (7,5–12 MHz) | Muss | Schilddrüse, Gefäße, oberflächliche Strukturen — unverzichtbar für das Vollprogramm |
| Farbdoppler | Muss | Gefäßdiagnostik, Vaskularisierung von Knoten — Standard seit Jahren |
| 3–4 aktive Schallkopfports | Soll | Mehrere Schallköpfe gleichzeitig angeschlossen — spart Zeit beim Wechsel |
| Auto-IMT-Messung | Soll | Standardisierte Carotis-IMT-Messung für Risikodokumentation — GOÄ-abrechnungsfähig |
| KI-Bildoptimierung (iTouch / easyMode) | Soll | Reduziert manuelle Einstellungen — gerade bei vielen Patienten täglich relevant |
| Elastographie | Optional | Sinnvoll bei Verdacht auf Leberfibrose oder Schilddrüsenknoten — nicht für jeden Hausarzt notwendig |
| Phased-Array-Schallkopf | Optional | Nur bei orientierender Herzsonographie notwendig — für reine Hausarztpraxis ohne Kardio-Fokus entbehrlich |
Welche Schallköpfe brauchen Sie?
Für die Allgemeinmedizin sind zwei Schallköpfe unverzichtbar — ein dritter ist je nach Spektrum sinnvoll.
Diese Geräte empfehlen wir
für die Allgemeinmedizin
Vier Geräte die wir aus Überzeugung für hausärztliche und internistische Praxen empfehlen — von der soliden Einstiegslösung bis zum vollausgestatteten Mittelklassesystem. Alle Empfehlungen basieren auf unserer Beratungserfahrung mit über 1.700 Wartungskunden.
Unsere Empfehlung für die internistische Praxis. Die Consona N8 bietet auf der ZST+-Plattform exzellente Bildqualität für Abdomen und Schilddrüse, vier aktive Ports für simultanen Schallkopfanschluss und die iTouch-Bildoptimierung die den täglichen Workflow spürbar beschleunigt. Elastographie ist verfügbar — ideal wenn Sie Leberpatienten regelmäßig betreuen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in dieser Klasse hervorragend.
Das Komplettpaket für die Hausarztpraxis. Die Consona N6 bietet alle wesentlichen Funktionen für das hausärztliche Vollprogramm — Abdomen, Schilddrüse, Gefäße — zu einem deutlich günstigeren Einstiegspreis als die N8. Vier Ports, Farbdoppler, ZST-Plattform: kein Kompromiss bei den Basics, aber weniger Spezialfunktionen. Für Praxen die solide Diagnostik ohne Spezialapplikationen suchen.
Die Esaote-Alternative mit besonders intuitivem Workflow. Das MyLab A50 überzeugt durch sein klares, tabletartiges Interface das die Einarbeitungszeit minimiert — ideal für Praxen die wenig Zeit für Systemschulung haben. Die KI-Copilot-Funktion Augmented Insight™ unterstützt bei Routineuntersuchungen aktiv. 3 Jahre Herstellergarantie inklusive.
Der solide Einstieg für Praxen mit Basisanforderungen. Der DC 30 bietet zuverlässige Bildgebung für Abdomen und Schilddrüse zu einem niedrigen Einstiegspreis. Farbdoppler ist vorhanden, Spezialfunktionen fehlen. Empfehlenswert für Praxen die Ultraschall gelegentlich einsetzen oder den ersten Schritt in die Sonographie wagen möchten — ohne großes finanzielles Risiko.
Was können Sie mit einem
Ultraschallgerät abrechnen?
Ein Ultraschallgerät in der Allgemeinmedizin ist nicht nur ein diagnostisches Instrument — es ist eine wirtschaftliche Investition. Die wichtigsten GOÄ-Ziffern und ihre Honorarwerte auf einen Blick.
Hinweis: Honorarangaben nach GOÄ 1-fach Satz (Privatpatienten). EBM-Vergütung variiert je nach KV und Quartal. Alle Angaben ohne Gewähr — bitte prüfen Sie aktuelle Werte mit Ihrer KV oder dem GOÄ-Kommentar.
| GOÄ-Ziffer | Leistung | Typische Anwendung | Honorar (1-fach) |
|---|---|---|---|
| 410 | Ultraschalluntersuchung eines Organs | Leber, Gallenblase, Niere, Milz einzeln | ca. 10,49 € pro Organ · mehrfach ansetzbar |
| 401–404 | Doppler-/Duplexsonographie Gefäße | Carotis-Duplex, periphere Gefäße, Aorta | ca. 18–38 €je nach Ziffer und Gefäßabschnitt |
| 418 | Ultraschall Schilddrüse | Schilddrüse, Halsorgane | ca. 10,49 €1-fach Satz · Privatpatient |
| 424 | Echographie des Herzens (Echokardiographie) | Orientierend kardial, Perikarderguss | ca. 25,65 €1-fach Satz |
| 413 | Ultraschall Bewegungsapparat | Schulter, Knie, Sehnen, Gelenke | ca. 10,49 €pro Region |
| EBM 33042 | Sonographie Abdomen (EBM) | Abdominalorgane komplett (GKV) | ca. 8,28 €KV-abhängig · Quartalsvergütung |
Häufig gestellte
Fragen
Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Sonographie in der allgemeinmedizinischen Praxis.
8 Fragen & AntwortenJa — für die GKV-Abrechnung nach EBM benötigen Sie eine Genehmigung Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) für Sonographie. Die Anforderungen variieren je nach KV, umfassen aber in der Regel einen Nachweis von Kenntnissen und Geräten. Für die GOÄ-Abrechnung bei Privatpatienten ist keine gesonderte Genehmigung erforderlich — hier reicht die ärztliche Approbation. Wir empfehlen vor der Geräteinvestition die Abklärung mit Ihrer KV.
Für den Einstieg empfehlen wir die Mindray Consona N6 — sie bietet das vollständige Grundprogramm für Abdomen, Schilddrüse und Gefäße zu einem gut kalkulierbaren Preis. Vier Ports ermöglichen simultanen Anschluss von Konvex- und Linearschallkopf. Wenn das Budget eng ist, ist der DC 30 eine solide Basisoption. Beide Geräte liefern wir mit persönlicher Einweisung direkt in Ihrer Praxis.
Die DEGUM-Stufengenehmigung hängt primär von Ihrer persönlichen Qualifikation und der nachgewiesenen Untersuchungsanzahl ab — nicht allein vom Gerät. Allerdings müssen Geräte bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllen (aktueller Software-Stand, funktionsfähige Schallköpfe, Konstanzprüfungsprotokoll). Alle Geräte die wir verkaufen und warten erfüllen diese Voraussetzungen. Fragen Sie uns nach dem Prüfprotokoll für Ihr Gerät.
Für die QM-Dokumentation nach KBV-Anforderungen ist eine jährliche Konstanzprüfung Pflicht. Diese umfasst die Überprüfung der Bildgebungsqualität mit einem Testphantom und wird mit einem Prüfprotokoll dokumentiert. Als SONORING®-Fachhändler führen wir diese Prüfungen bundesweit durch — entweder im Rahmen eines Wartungsvertrags oder als Einzelleistung. Sprechen Sie uns auf unser Full-Service-Paket an.
Elastographie ist sinnvoll wenn Sie regelmäßig Patienten mit Lebererkrankungen oder Schilddrüsenknoten betreuen. Die Leberelastographie (Shear-Wave-Elastographie) erlaubt eine nicht-invasive Beurteilung des Fibrosegrades — als Alternative zur Biopsie. Bei der Schilddrüse unterstützt die Elastographie die Dignität-Beurteilung von Knoten. Wenn Sie diese Patientengruppen nicht regelmäßig sehen, ist Elastographie entbehrlich — dann reicht ein Gerät der Grundklasse.
Ja — ein hochwertiger Linearschallkopf (7,5–12 MHz) ist sowohl für die Schilddrüsensonographie als auch für die Carotis-Duplex-Sonographie geeignet. Das spart Kosten weil Sie nicht zwei separate Schallköpfe kaufen müssen. Für die Carotis-IMT-Messung sollte der Schallkopf eine gute axiale Auflösung bei 7,5 MHz bieten — prüfen Sie das bei der Gerätevorführung.
Das B-Bild (Brightness Mode) ist die Standarddarstellung — Graustufen-Schnittbild der Organe. Es zeigt Morphologie, Größe und Struktur. Der Farbdoppler überlagert das B-Bild mit farbkodierten Flussinformationen — damit wird die Durchblutung von Organen, Gefäßen und Knoten sichtbar. Für die Gefäßdiagnostik (Carotis, Aorta, Venen) und die Beurteilung der Vaskularisierung von Schilddrüsenknoten ist Farbdoppler unverzichtbar.
Eine vollständige Abdominalsonographie (Leber, Gallenblase, Nieren, Milz, Blase) dauert bei Routine und gutem Gerät etwa 10–15 Minuten inklusive Dokumentation. Mit modernen Bildoptimierungsfunktionen wie iTouch oder easyMode die das Bild automatisch adjustieren reduziert sich die manuelle Einstellzeit deutlich. Bei schallschlechten Patienten oder unklaren Befunden kann die Untersuchung länger dauern — hier macht sich die Bildqualität der Geräteklasse bemerkbar.